Cocktails mit denen man nichts falsch machen kann

Ihr kennt das sicherlich auch: man trifft sich mit ein paar Freunden in einer guten Cocktailbar – nein, ich meine nicht einen dieser Schirmchenläden mit Sand auf dem Boden – und man beginnt die Karte zu lesen. Meist bieten Cocktailbars eine so große Auswahl
an Getränken, dass man allein mit dem Studium der Karte eine gefühlte Ewigkeit beschäftigt ist. Nehme ich nun den Planters Punch, die Pina Colada oder den Long Island Ice Tea? Ist mir der Drink dann zu süß? Oder zu stark?

Damit ihr es das nächste Mal beim Aussuchen der Cocktails ein bisschen leichter habt, empfehle ich euch die Folgenden einmal auszuprobieren. Mit dieser Auswahl beweist ihr Stil und hebt euch von der Masse der Long-Island- und Mai-Tai-Trinker ab. Außerdem kombinieren die Cocktails nie mehr als zwei Sorten Alkohol und steigen einem daher auch nicht sonderlich zu Kopf:

White Russian_Harrys New York Bar

White Russian

5 cl Wodka, 2 cl Kaffeelikör, 3 cl Sahne

Schon der „Dude“ in „The Big Lebowski“ wusste, was er an diesem Drink hatte. Seht ihn einfach als „Eye-Opener“ und Eröffnungsdrink in den Cocktailabend. Der Wodka wird mit dem Kaffelikör vermengt und in ein Martiniglas gefüllt. Nun wird die leicht auf Eis angeschlagene und dadurch dickflüssig gewordene Sahne so darüber gegossen, dass sich die Komponenten nicht vermischen. Floaten nennt sich das in der Cocktailsprache. Der Koffeingehalt des Drinks stellt sicher, dass man nicht nach dem zweiten Drink einnickt und auch die Sahne dient als gute Grundlage für den weiteren Abend.

Dry Martini Cocktail

Dry Martini Cocktail

Gin, Wermuth, Olive

Ich habe schon aus einem entscheidenden Grund keine Mengenangaben hinter den Zutaten platziert. Denn das Mischverhältnis und die Qualität der Zutaten sind das einzige, was einen Martini von dem anderen unterscheidet. Je mehr Gin verwendet wird, desto trockener ist der Drink. Manche Barkeeper gehen soweit, dass sie das Glas nur mit Wermuth ausspülen und dann mit Gin auffüllen und um eine Olive ergänzen. Oder mit einem gefüllten Glas Gin nur in Richtung Italien winken, wo neben Frankreich die größte Menge Wermuth produziert wird. Ich empfehle, die einzelnen Dry-Grade einfach auszuprobieren. Als zweiten Drink in der Cocktailreihenfolge könnte er für manche aber auch schon der Letzte sein, da die Menge an Alkohol natürlich nicht zu unterschätzen ist.

Bloody Mary

Bloody Mary

6 cl Wodka, 12 cl Tomatensaft, 2 cl Zitronensaft, verfeinert mit Tabasco, Worcestershire Soße, Salz und Pfeffer und garniert mit einer Selleriestange.

Die Bloody Mary ist insbesondere in den USA sehr beliebt. In Deutschland hat sie nie große Popularität erlangt. In den USA gibt es Restaurants, die kleine separate Bloody Mary Bars eingerichtet haben. Der Gast bekommt ein Glas mit Eis und Wodka und kann sich an der Bloody Mary Bar mit Tomatensaft und einer Vielzahl von weiteren Zutaten und Garnierungen sein Getränk selbst mixen. Speziell zum Brunch und Mittagessen wird die Bloody Mary in den USA bevorzugt getrunken. Ich habe in Wisconsin mal eine Bloody Mary Theke erlebt, an der man sich als Einlage neben allerlei Gemüse und der klassischen Selleriestange auch Garnelen aufspießen und als Garnierung in den Drink tun konnte. Das war Klasse. Da hatte man zum Drink gleich eine kleine Mahlzeit. Wer keine Lust auf so frühen Alkoholkonsum hat, kann sie gern auch am Abend einmal ausprobieren. Hier in Deutschland ist es nicht ganz einfach eine vernünftige Bloody Mary zu bekommen, aber ich werde in einem meiner nächsten Beiträge mal ein paar Cocktailbars Deutschlands und insbesondere Berlins nennen, die das können.

Old Fashioned

Old Fashioned

6 cl Bourbon Whiskey, 3 Spritzer Angostura Bitter, 1 Stück Würfelzucker, 1 TL Mineralwasser, Organgenschale

Ein weiterer Amerikanischer Klassiker, bei dem die Herkunft nicht ganz bekannt ist. Einzig, dass er aus den Staaten kommt, gilt als sicher. Der Old Fashioned besitzt den typisch starken Bourbon Geschmack, welcher aber durch die weiteren Zutaten ein wenig abgemildert und verfeinert wird, so dass er zu einem richtig leckeren Cocktail wird. Vorausgesetzt, man mag Whiskey. So geht’s: Den Zuckerwürfel in das Mix-Glas füllen und mit 3 Spritzern Angostura Bitter tränken. Dann einen Schuss Mineralwasser dazu und das ganze vermengen, bis sich der Zuckerwürfel aufgelöst hat. Nun den Whiskey dazu geben, das Ganze mit ein paar Eiswürfeln rührend herunter kühlen und dann in dem Servierglas mit einem großen Eiswürfel servieren. Abschließend noch das Öl einer Orangenschale über den Drink geben und genießen.

Ich hoffe ich konnte in euch die Lust auf ein paar nicht so gewöhnliche Cocktails wecken. Lasst gern ein paar Kommentare da (hier oder bei facebook), was ihr von den Drinks haltet oder was sonst so eure Favoriten sind.

Viele Grüße

Euer André

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4 Gedanken zu „Cocktails mit denen man nichts falsch machen kann

    • Um die Bloody Mary ohne viel Aufwand schön würzig zu bekommen, kann man auch einfach ein wenig Sangrita Classico „der Mexikanisch herzhafte Drink“ hinzufügen. Aber am besten schmeckts tatsächlich mit den oben genannten Zutaten.

  1. Servus, ein gelungener Artikel, dem ich nur beifügen kann, dass man beim White Russian leider derbe enttäuscht werden kann, wenn er nicht genauso wie hier beschrieben, zubereitet wird (Milch statt Sahne, Crushed Ice im Drink und andere Sauereien). Ich empfehle auch, ganze Kaffeebohnen dabei zu kauen und die Sahne etwas mit Amaretto zu verfeinern, wie oft und gern in der Riva Bar genossen.

    Gute Bloody Mary gibt’s im Meisterschüler, schön in verschiedenen Schärfegraden.

    Keep it coming!

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